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26.03.2025

Der blinde Fleck in den Nachhaltigkeitsdaten: Warum viele Unternehmen das Problem gar nicht erkennen

Für viele Unternehmen ist das Sammeln von Nachhaltigkeitsdaten nur eine Pflichtübung: Zahlen zusammenstellen, Berichte ausfüllen und sicherstellen, dass die ESG-Angaben des Unternehmens den richtigen Kriterien entsprechen. Dabei merken sie gar nicht, dass sie das falsche Problem lösen.

Die größte Herausforderung bei Nachhaltigkeitsdaten ist nicht deren Erfassung, sondern deren Erstellung. Und der Grund, warum so viele Unternehmen mit der Berichterstattung zu kämpfen haben, ist, dass sie sich nie die Frage gestellt haben: Woher kommen diese Daten eigentlich? Wer ist für ihre Erstellung verantwortlich?

Der Engpass der Verantwortung: Ein System, das zum Scheitern verurteilt ist

In den meisten Unternehmen wird das Nachhaltigkeitsdatenmanagement als zentralisierte Aufgabe behandelt, die einem ESG-Team, einem Compliance-Beauftragten oder einem Leiter für Unternehmensnachhaltigkeit zugewiesen wird. Von diesen Personen wird erwartet, dass sie Daten von Lieferanten sammeln, deren Richtigkeit überprüfen und die Einhaltung von Vorschriften wie CSRD, CSDDD und dem GHG-Protokoll sicherstellen.

Dieses Modell ist jedoch nicht skalierbar, weil:

  • Daten existieren erst, wenn sie gemessen werden: Viele Lieferanten erfassen die Nachhaltigkeitskennzahlen, die Käufer benötigen, einfach nicht. Wenn die Daten nicht an der Quelle generiert werden, gibt es nichts Sinnvolles zu sammeln.
  • Eine Person allein kann nicht alles schaffen: Nachhaltigkeitsteams sind oft klein, Lieferketten hingegen riesig. Wenn die gesamte Last der ESG-Berichterstattung auf einer einzigen Abteilung lastet, sind Engpässe unvermeidlich.
  • Unvollständige Daten führen zu schlechten Entscheidungen: Ohne ein strukturiertes System, das Lieferanten in die Datenerstellung einbezieht, sind Unternehmen auf Schätzungen, selbst gemeldete Zahlen oder Annahmen Dritter angewiesen, die keine echte Transparenz bieten.

Die Lösung: Datenerfassung zu einer gemeinsamen, aber differenzierten Aufgabe machen

Unternehmen, die Nachhaltigkeit ernst nehmen, müssen über traditionelle Berichtsmodelle hinausgehen und die Datenerstellung als kollektive Aufgabe betrachten. Das bedeutet:

  • Befähigung von Lieferanten: Anstatt nur Daten anzufordern, müssen Unternehmen ihre Lieferanten in die Lage versetzen, Nachhaltigkeitsdaten an der Quelle zu generieren und zu strukturieren.
  • Automatisierung von Daten-Workflows: Anstatt sich auf E-Mails, Tabellenkalkulationen und manuelle Prozesse zu verlassen, sollten Unternehmen Plattformen nutzen, die die Erstellung und Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten automatisieren.
  • Verteilte Verantwortung + gemeinsames Handeln: ESG-Berichterstattung sollte eine unternehmensweite Aufgabe sein und nicht nur eine interne Unternehmensfunktion. Wenn Lieferanten die Tools zur Verfügung gestellt werden, um ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verfolgen und zu teilen, wird die Einhaltung der Vorschriften zum Kinderspiel.

Eine Mentalitätsänderung, die alles verändert

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten mit der ESG-Berichterstattung, nicht weil ihnen die richtigen Tools zur Datenerfassung fehlen, sondern weil sie die Datenerstellung nie als gemeinsame Verantwortung betrachtet haben.

Die Unternehmen, die diesen blinden Fleck jetzt erkennen, werden in Zukunft transparente, effiziente und widerstandsfähige Lieferketten aufbauen. Diejenigen, die dies nicht tun, werden weiterhin nach fehlenden Daten suchen und nie erkennen, dass das eigentliche Problem nie die Erfassung, sondern die Erstellung war.

Autor: Sami Tornikoski
Leiter Nachhaltigkeit, ImpactOS


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